Arbeiten bei der AWO Oberlausitz heißt, Teil eines Miteinanders zu sein, welches uns trägt, uns bewegt und so vieles möglich macht.
Unter dem Leitgedanken „Arbeiten bei der AWO – Miteinander wirken. Miteinander wachsen“ möchten wir zeigen, was unsere Arbeit ausmacht: Menschen, die mit unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten zusammenkommen und gemeinsam Verantwortung übernehmen – verlässlich, zupackend, emphatisch und mit jeder Menge Herz und Humor.
In den folgenden Interviews begegnen Sie Mitarbeitenden und Teams aus verschiedenen Fachbereichen der AWO Oberlausitz. Sie erzählen von ihrem Arbeitsalltag, von Herausforderungen und Momenten, die Mut machen – und davon, was sie antreibt. Jeden Tag sind sie mit viel Einsatz für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen da: in der Betreuung, Beratung, Pflege, Begleitung und Unterstützung oder im Service.
Zu welchem Fachbereich gehören Sie? Bei welcher Einrichtung der AWO Oberlausitz arbeiten Sie? Wer gehört zum Team?
Wir gehören zur Sozialen Betreuung im APH „An der Mandau“ in Großschönau. Unser Team umfasst die Ergotherapie, die zusätzliche Betreuung sowie unsere Ehrenamtlerin.
Welche Menschen begleiten Sie und wobei genau? Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag jemandem erklären, der Ihre Arbeit gar nicht kennt?
Wir gestalten, begleiten, erleben und leben den Alltag mit den Bewohnern in ihrem letzten Lebensabschnitt. Wir bieten den Bewohnern individuell abgestimmte Angebote (Einzelbetreuung sowie Gruppenangebote), um noch vorhandene Ressourcen zu erhalten, die Lebensqualität zu sichern und Einsamkeit entgegen zu wirken.
Wie organisieren SIe die Zusammenarbeit im Alltag (Absprachen, Übergaben, Schnittstellen)? Was macht Ihre Teamkultur aus: Woran merkt man bei Ihnen, dass man zusammenhält?
Wir führen regelmäßige Teamberatungen durch und pflegen einen offenen und wertschätzenden Umgang miteinander. Vor Dienstbeginn führen wir kurze Absprachen durch, wie der Tagesplan aussieht. In unserem Team steht stärkenorientiertes Arbeiten an oberster Stelle, das heißt jeder kann sich einbringen und selbstständig arbeiten. Gegenseitig Vertrauen und Unterstützung ist uns sehr wichtig und das sich jeder auf jeden verlassen kann.
Welche kleinen Dinge machen Ihren Alltag leichter oder schöner (Rituale, Humor, Pausen, Räume, kleine Teamhighlights im Alltag, Fun Facts)?
In unserem Alltag gibt es viele kleine Dinge, die unseren Alltag schöner machen. Vor allem die Begegnungen mit den Bewohnern, sei es ein kurzes Gespräch oder auch der kleine Spaß zwischendurch (Viele Bewohner haben einen tollen Humor). Was auch vieles leichter macht, dass wir uns im Team aufeinander verlassen können. Und natürlich ist die teambildende Maßnahme immer ein kleines Highlight für unser Team.
Welche Aufgabe unterschätzen Außenstehende am meisten? Welche Situationen sind besonders herausfordernd und wie gehen Sie als Team damit um? Welche Entscheidung treffen Sie häufig im Alltag, bei der es auf Fingerspitzengefühl ankommt?
Der wertschätzende Umgang mit desorientierten, psychisch erkrankten und körperlich beeinträchtigten Bewohner wird oft unterschätzt. Jeder Bewohner hat seine individuellen Bedürfnisse. Diese zu erkennen und gerecht zu werden, ist herausfordernd und erfordert Fingerspitzengefühl und Empathie. Wir besprechen dies oft im Team oder machen es zum Thema mit Kollegen in Fallbesprechungen.
Gibt es wiederkehrende Momente, die Sie jedes Mal berühren oder stolz machen? Was ist ein typisches „Erfolgssignal“ bei Ihnen, an dem Sie merken: Wir haben wirklich geholfen?
Das beste „Erfolgssignal“ ist ein dankbares Lächeln in verschiedensten Situationen, z.B. wenn so viel Vertrauen da ist, das die Bewohner uns ihr Herz ausschütten können und dafür sehr dankbar sind.
Was war ein Moment, der Ihnen gezeigt hat: „Dafür mache ich diesen Job“? Welche Begegnung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum? Was haben Sie durch Ihre Arbeit über Menschen gelernt? Gibt es ein Vorurteil über Ihren Beruf/Arbeitsbereich, das Sie gern korrigieren würden?
Es gibt täglich besondere Momente z.B. die Dankbarkeit der Bewohner, ein Lächeln.
Was wir gelernt haben: Jeder ist einzigartig und wertvoll und jeder hat sein „Päckchen“ zu tragen.
Ein Vorurteil: Wir sind keine „Bespaßer“, sondern Vertraute, Tröster, Motivator, Therapeut, Unterstützer, Gesprächspartner und noch vieles mehr.
Was mögen Kolleginnen/Kollegen bzw. eure Klienten an Ihnen?
Unsere Authentizität, Spontanität, Einfühlungsvermögen und Flexibilität.
Die AWO Oberlausitz als Arbeitgeber: Was schätzen Sie konkret (z. B. Unterstützung, Fortbildung, Wertschätzung, Sicherheit)?
Das Gesundheitsmanagement, die Fortbildungsmöglichkeiten und speziell in unserer Einrichtung bzw. in unserem Team das selbstständige und stärkenorientierte Arbeiten mit eigenen Ideen sowie die flache Hierarchie.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Arbeit/Ihres Berufes oder Ihres Angebots?
Das Fortbestehen und die Beständigkeit unserer Angebotsstruktur in der Betreuung sowie die Verlässlichkeit im Team.
Drei Schlagwörter, die Ihre Arbeit/euren Abeitsalltag beschreiben:
EMPHATIE – DANKBARKEIT – HUMOR
Ein Satz, der bei Ihnen oft fällt:
„Schön, das Du da bist.“ (Das hören wir oft von den Bewohnern)
„Hast du gut geschlafen?“ (Das fragen wir oft die Bewohner)
Ihr Team-Motto, was Sie haben oder wenn Sie eins hätten:
Ohne Humor, ohne uns!
Zu welchem Fachbereich gehören Sie? Bei welcher Einrichtung der AWO Oberlausitz arbeiten Sie? Wer gehört zum Team?
Ich gehöre zum Fachbereich Kita und arbeite in der Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Zittau. Zu unserem Team gehören 18 Pädagogen, davon eine Kita-Sozialarbeiterin. Außerdem gehören unser Hausmeister sowie Servicekräfte und ein ehrenamtlicher Mitarbeiter dazu.
Welche Menschen begleiten Sie und wobei genau? Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag jemandem erklären, der Ihre Arbeit gar nicht kennt?
Ich begleite Kinder im Alter von drei bis vier Jahren. Mein Arbeitsalltag besteht darin, die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen, sie im Alltag zu begleiten, zu fördern und ihnen Sicherheit zu geben. Dazu gehören Spielen, Singen, Malen und Gespräche, aber auch das Trösten, Ermutigen und das Strukturieren des Tages. Kein Tag ist wie der andere, der Alltag ist lebendig und manchmal herausfordernd.
Welche kleinen Dinge machen Ihren Alltag leichter oder schöner?
Ein freundlicher und wertschätzender Umgang im Team macht den Alltag leichter. Ein aufmunterndes Wort oder eine humorvolle Situation mit den Kinder helfen, stressige Momente zu entspannen.
Welche Aufgabe unterschätzen Außenstehende am meisten? Gibt es Vorurteile? Welche Situationen sind besonders herausfordernd und wie gehen Sie damit um?
Ein häufiges Vorurteil in der Kita ist, dass die Arbeit „nur spielen“ sei. Dabei steckt hinter jedem Spiel pädagogische Arbeit, Beobachtung, Verantwortung und Förderung. Es wird unterschätzt, wie viel individuelle Arbeit hinter der Betreuung jedes einzelnen kleinen Menschen steckt. Jedes Kind bringt unterschiedliche Bedürfnisse, Stärken und Entwicklungsstände mit. Nicht jedes Kind passt in ein „Schema“. Unsere Arbeit ist vielseitig, anspruchsvoll und erfordert fachliches Wissen, Belastbarkeit und viel Herz. Besonders herausfordernd sind Situationen, in denen viele Bedürfnisse aufeinandertreffen. Dann ist es wichtig ruhig zu bleiben, Prioritäten zu setzen und sensibel für alle Seiten zu agieren.
Gibt es wiederkehrende Momente, die Sie jedes Mal berühren oder stolz machen? Was ist ein typisches „Erfolgssignal“ bei Ihnen, an welchem Sie merken: Sie haben wirklich geholfen?
Mein täglicher Erfolg ist, wenn die Kinder gern in den Kindergarten kommen und ich schon morgens mit strahlenden Augen und offenen Armen begrüßt werde. Besonders berührend sind die Momente, in denen unsere Kinder sichtbar wachsen. Wenn plötzlich ein schüchternes Kind mutig vor der Gruppe spricht, einen Konflikt selbständig löst oder eine Kind Vertrauen fasst. Stolz macht es mich auch, wenn Kinder Dinge schaffen, die ihnen vorher schwergefallen sind. Mir bedeutet es viel, dann zu merken, ich durfte ein Stück dieses Weges begleiten und beim Wachsen helfen.
Was mögen Kolleginnen/Kollegen an Ihnen?
Meine Kollegen schätzen an mir meine fröhliche Art und den liebevollen Umgang mit den Kindern.
Die AWO Oberlausitz als Arbeitgeber: Was schätzen Sie konkret (z. B. Unterstützung, Fortbildung, Wertschätzung, Sicherheit)?
Ich schätze die kompetenten Ansprechpartner, die gute Zusammenarbeit im Team und die regelmäßigen Fortbildungen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Arbeit/Ihres Berufes oder Ihres Angebots?
Ich wünsche mir genügend Zeit für jeden Kind zu haben. EInen besserer Personalschlüssel in Sachsen würde es ermöglichen, Kinder individueller wahrzunehmen, zu begleiten und zu fördern.
Drei Schlagwörter, die Ihre Arbeit/Ihren Abeitsalltag beschreiben:
LEBENDIGKEIT – ENTWICKLUNG – VERANTWORTUNG
Ein Satz, der bei Ihnen oft fällt:
„Ich bin gleich bei dir.“
Ihr Alltags-/Berufsmotto, was Sie eines haben oder wenn Sie eins hätten:
„Ohne Lächeln, ohne mich!“
Zu welchem Fachbereich gehören Sie? Bei welcher Einrichtung der AWO Oberlausitz arbeiten Sie? Wer gehört zum Team?
Wir arbeiten im Fachbereich Kindertagesstätten. Unsere Einrichtung ist der Hort „Altstadtstrolche“ in Görlitz. Zu unserem Team gehören drei Mitarbeiterinnen, ein Mitarbeiter sowie Frau Ludwig als Leiterin.
Welche Menschen begleiten Sie und wobei genau? Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag jemandem erklären, der Ihre Arbeit gar nicht kennt?
Wir betreuen Grundschulkinder im Alter von 6-10 Jahren. Die Kinder können, bei entsprechendem Betreuungsvertag, ab 6 Uhr morgens zu uns kommen. Sie werden dann von uns zur 1. Unterrichtsstunde in die Schule gebracht. Nach Schulschluss empfangen wir die Kinder im Hort. Sie haben die Möglichkeit, in einer ruhigen Atmosphäre, unter Aufsicht von Erziehern die Hausaufgaben zu erledigen. Wir unterstützen die Kinder in ihrer Freizeitgestaltung am Nachmittag, in dem sie ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und kleinen Workshops sowie natürlich die Möglichkeiten zum Spielen und zur Bewegung im Freien zur Auswahl haben. Jedes Kind kann frei entscheiden, mit wem es wo spielen und welcher Aktivität es am Nachmittag nachgehen möchte. Dazu bedarf es natürlich entsprechender Regeln, die mit den Kindern besprochen werden und einzuhalten sind. In den Ferien betreuen wir die Kinder bereits ab dem Vormittag. Wir bieten ein abwechslungsreiches und den Interessen der Kinder entsprechendes Ferienprogramm. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Ideen mit einfließen zu lassen. Unser tägliches Ziel ist es, dass die Kinder sich im Hort wohlfühlen und unbeschwert ihren Nachmittag mit Hilfe des Erzieherteams gestalten können
Welche kleinen Dinge machen Ihren Alltag leichter oder schöner (Rituale, Humor, Pausen, Räume, kleine Teamhighlights im Alltag, Fun Facts)?
Das gemeinsame Lachen, die gemeinsame Mittagspause und die Wertschätzung aller Kollegen untereinander machen den Alltag schöner. Besondere Highlights sind auch unsere regelmäßigen Team Building-Events. Beim gemeinsamen Wandern nach Ludwigsdorf, einer Bootstour auf der Neiße oder auch bei einem gemeinsamen Grillabend wird der Arbeitsalltag auch gut mal ausgeblendet.
Welche Aufgabe unterschätzen Außenstehende am meisten? Welche Situationen sind besonders herausfordernd und wie gehen Sie damit um? Welche Entscheidung treffen Sie häufig im Alltag, bei der es auf Fingerspitzengefühl ankommt?
Der Übergang von Kita zu Schule bzw. Hort stellt für Kinder, Eltern und Erzieher schon eine besondere Situation dar. In einer Eingewöhnungszeit haben die Kinder die Möglichkeit, die Einrichtung, das Erzieherteam sowie ihre zukünftigen Hortkinder kennenzulernen. In der Einrichtung leben wir die „Offene Arbeit“: Die Kinder können in einem festgelegten Rahmen frei entscheiden wo, mit wem und was sie spielen möchten. Für das Team bedeutet es jeden Tag von neuem, die Übersicht zu behalten.
Bei Kindern der 4. Klasse, die an der Schwelle zur Pubertät stehen, ist immer ein gewisses Fingerspitzengefühl notwendig. Wie kann man ihnen mehr Verantwortung übertragen und ihnen gleichzeitig mehr Freiheiten lassen, um ihnen das Gefühl zu geben, die „Großen“ zu sein.
Gibt es wiederkehrende Momente, die Sie jedes Mal berühren oder stolz machen? Was ist ein typisches „Erfolgssignal“ bei Ihnen, an dem Sie merkt: Wir haben wirklich geholfen?
Es ist jedes Mal sehr emotional, wenn die Kinder der 4. Klassen den Hort verlassen. Der Gruppenerzieher lädt die Kinder mit ihren Eltern zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Jedes Kind bekommt von seinem Erzieher persönliche Worte mit auf den Weg, erhält eine Zuckertüte und seine reichlich befüllte Portfoliomappe. Da kann es schon passieren, dass die ein oder andere Träne bei den Kindern und Eltern kullert. Besonders freut sich das Team, wenn wir dann von ehemaligen Kindern im Hort besucht werden. Die neuen Kinder der ersten Klasse, die zu uns in den Hort kommen und begeistert, manchmal noch vorsichtig, ihre neue Welt hier entdecken. Ihnen dabei zusehen zu können, wie sie sich in den folgenden Jahren weiterentwickeln.
Auch ein typisches Erfolgssignal ist es, wenn sich Kinder nach einem Konflikt in den Armen liegen und nicht nur eine verbale „Entschuldigung“ über die Lippen kommt. Doch das ist ein weiter Weg und auf diesem Weg begleiten wir die Kinder.
Was war ein Moment, der Ihnen gezeigt hat: „Dafür mache ich diesen Job“? Welche Begegnung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum? Was haben Sie durch Ihre Arbeit über Menschen gelernt? Gibt es ein Vorurteil über Ihren Beruf/Arbeitsbereich, dass Sie gern korrigieren würden?
Jedes Kind ist einzigartig und in der Einrichtung willkommen. Unser Ziel ist es tagtäglich dafür zu sorgen, dass sich die Kinder wohl- und sicherfühlen, sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln können und stolz auf ihr Erreichtes sind. Der letzte Oma-Opa-Nachmittag ist allen in besonderer Erinnerung geblieben. Aus Dresden und teilweise auch aus Polen reisten die Großeltern an, um die Einrichtung ihrer Enkelkinder kennenzulernen. Die Kinder führten die Großeltern voller Stolz durch die Einrichtung, zeigten ihre Portfoliomappen und spielten gemeinsam Tischspiele. Das positive Feedback von den Kindern, Eltern und Großeltern hallt jetzt noch nach und ein nächster Oma-Opa-Nachmittag wird auf alle Fälle wieder geplant.
Ein Vorurteil bzw. mit Skepsis werden nach wie vor männliche Fachkräfte im Erzieherberuf betrachtet. Doch diese Ansicht ist „veraltet“! Wir schätzen es sehr, eine männliche Fachkraft in unserem Team zu haben. Im Hortbereich unbedingt notwendig!
Was mögen Kolleginnen/Kollegen bzw. eure Klienten an Ihnen?
Eltern schätzen an uns vor allem die gute Teamarbeit und den starken Zusammenhalt unter den Kollegen. Auch die klaren Strukturen im Haus sowie die verlässlichen Abläufe im Alltag werden als sehr positiv wahrgenommen. Besonders hervorgehoben werden zudem unsere abwechslungsreiche Feriengestaltung und gemeinsame Feierlichkeiten. Große Anerkennung finden außerdem die einfühlsame Eingewöhnungsphase vor dem Schuleintritt sowie die Einführung der Kikom-App, die den Austausch mit den Eltern erleichtert.
Die AWO Oberlausitz als Arbeitgeber: Was schätzen Sie konkret (z. B. Unterstützung, Fortbildung, Wertschätzung, Sicherheit)?
An der AWO Oberlausitz als Arbeitgeber schätzen wir besonders die starke Mitarbeiterbindung, die durch zahlreiche zusätzliche Angebote unterstützt wird. Dazu zählen unter anderem eine zusätzliche Krankenversicherung, teambildende Maßnahmen sowie Angebote im Bereich Gesundheitsmanagement. Auch kleine Gesten wie Geburtstagsgrüße und gemeinsame Geschäftsstellentage tragen zur Wertschätzung bei und stärken das Miteinander.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Arbeit/Ihres Berufes oder Ihres Angebots?
Für die Zukunft unserer Arbeit wünschen wir uns, dass die bereits bestehenden positiven Rahmenbedingungen erhalten bleiben. Besonders wichtig ist uns dabei auch eine weiterhin gelebte Wertschätzung unserer Arbeit im Alltag. Diese Aspekte sind für uns eine wichtige Grundlage, um unsere Arbeit weiterhin engagiert und verlässlich gestalten zu können.
Drei Schlagwörter, die Ihre Arbeit/Ihren Arbeitsalltag beschreiben:
ABWECHSLUNGSREICH – LAUT – HERAUSFORDERND
Ein Satz, der bei Ihnen oft fällt:
„Erst mal durchatmen!“
„Schon wieder Stundenausfall!“
„Gut, dass wir darüber geredet haben!“
„Das kriegen wir schon hin!“
Ihr Alltags-/Berufsmotto, was Sie eines haben oder wenn Sie eins hätten:
„Immer ruhig und gediegen, was nicht fertig wird, bleibt liegen!“ (S. Ludwig)
„Ohne Spaß, ohne mich!“ (B. Schätzel)
„Entdecke die Stärken eines Kindes!“ (A. Kosubek)
„In der Ruhe liegt die Kraft!“ (D. Friedländer)
„Hinter jedem glücklichen Kind steckt ein glücklicher Erzieher!“ (R. Günther)
Zu welchem Fachbereich gehören Sie? Bei welcher Einrichtung der AWO Oberlausitz arbeiten Sie? Wer gehört zum Team?
Ich arbeite für den Fachbereich Service und Logistik in der Küche Löbau. Zu meinem Team gehören eine Köchin, eine Küchenhilfe, drei Kraftfahrer und eine Portionierkraft.
Welche Menschen begleiten Sie und wobei genau? Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag jemandem erklären, der Ihre Arbeit gar nicht kennt?
Ich erstelle Speisepläne und berücksichtige dabei Ernährungsvorgaben, Diäten, Sonderkostformen sowie das zur Verfügung stehende Budget. Außerdem organisiere ich den Einkauf und die Lagerhaltung und übernehme die Zubereitung großer Mengen an Speisen – selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygiene- und Qualitätsstandards. Dazu gehören ebenso die Personalführung und Einsatzplanung sowie die Kostenkontrolle und Kalkulation. So sorge ich dafür, dass Arbeitstäglich viele Menschen ausgewogen, sicher und effizient verpflegt werden.
Welche kleinen Dinge machen Ihren Alltag leichter oder schöner (Rituale, Humor, Pausen, Räume, kleine Teamhighlights im Alltag, Fun Facts)?
Im Alltag machen mir vor allem die moderne Küchentechnik sowie die Software zur Speiseplanerstellung und Kalkulation vieles leichter. Gleichzeitig trägt das humorvolle Miteinander im Team sehr dazu bei, dass die Arbeit schöner wird. Wir lachen immer bei der Arbeit miteinander, ohne dabei natürlich den Ernst der Lage zu unterschätzen.
Welche Aufgabe unterschätzen Außenstehende am meisten? Welche Situationen sind besonders herausfordernd und wie gehen Sie damit um?
Außenstehende unterschätzen am häufigsten, wie anspruchsvoll Budget- und Zeitmanagement in der Küche sind und welche Mengen, Arbeitsabläufe und Abstimmungen dahinterstehen, damit am Ende alles pünktlich und in gleichbleibender Qualität bereitsteht. Besonders herausfordernd sind Situationen mit akutem, vielleicht auch spontanem Personalausfall. Dann heißt es, schnell zu analysieren und die Abläufe so anzupassen, dass trotzdem alles zuverlässig weiterläuft.
Welche Entscheidung treffen Sie häufig im Alltag, bei der es auf Fingerspitzengefühl ankommt?
Im Alltag treffe ich viele Entscheidungen, bei denen es auf Fingerspitzengefühl ankommt – z.B. bei Preisverhandlungen mit Lieferanten, beim Bearbeiten von Fehlern oder Reklamationen und in der Kundenkommunikation.
Was ist ein typisches „Erfolgssignal“ bei Ihnen, an denen Sie merken: Sie haben wirklich geholfen? Was war ein Moment, der Ihnen gezeigt hat: „Dafür mache ich diesen Job“? Welche Begegnung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum?
Ja, solche Momente gibt es auf jeden Fall. Es gibt dabei kein festes Signal oder ein bestimmtes Rezept, an dem man Erfolg immer eindeutig festmachen kann. Ich denke jedoch, dass die Reaktion des Gegenübers sehr viel darüber aussagt, ob man wirklich helfen konnte. Besonders prägend sind für mich Audits sowie erlebte Mitarbeiter- und Kundengespräche.
Ein konkreter Moment, der mir gezeigt hat, warum ich diesen Job mache, war ein Audit – das genaue Jahr weiß ich leider nicht mehr – in der Küche in Löbau. Während eines offiziellen Küchenrundgangs konnte ich das, was zuvor besprochen wurde, direkt in der Praxis zeigen: die Abläufe, die Struktur und das tatsächliche Handeln der Mitarbeiter. Das Demonstrieren des direkten Bezuges zwischen Theorie und Umsetzung unserer Arbeit fand ich toll und hat unglaublich stolz gemacht.
Was mögen Kolleginnen/Kollegen bzw. eure Klienten an Ihnen?
Meine Art und Weise.
Die AWO Oberlausitz als Arbeitgeber: Was schätzen Sie konkret (z. B. Unterstützung, Fortbildung, Wertschätzung, Sicherheit)?
An der AWO Oberlausitz als Arbeitgeber schätze ich besonders die Unterstützung durch den Fachbereichsleiter sowie durch meine Kollegen und die Mitarbeitenden des Fachbereichs Service, insbesondere dann, wenn ich diese benötige oder gezielt anfordere.
Darüber hinaus empfinde ich die Urlaubsregelungen, die pünktliche Gehaltszahlung sowie die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie als sehr positiv. Auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden und die verschiedenen Angebote des Arbeitgebers tragen für mich wesentlich zu einem guten Arbeitsumfeld bei.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Arbeit/Ihres Berufes oder Ihres Angebots?
Für die Zukunft meiner Arbeit wünsche ich mir vor allem Stabilität und keine Verschlechterungen im Arbeitsalltag durch äußere Einflüsse wie beispielsweise Schließung von Einrichtungen, sinkende Nachfrage oder Preisänderungen.
Drei Schlagwörter, die Ihre Arbeit/Ihren Arbeitsalltag beschreiben:
Wichtig, wertvoll, unterschätzt.
Ich bin Mittagskind!
Ein Satz, der bei Ihnen oft fällt:
Das hätte es früher nicht gegeben.
Zu welchem Fachbereich gehören Sie? Bei welcher Einrichtung der AWO Oberlausitz arbeiten Sie? Wer gehört zum Team?
Ich arbeite im AWO Altenpflegeheim „Zentralhospital“ in Görlitz und gehöre zum Team Pflege. Unser Kollegium besteht aus der Heimleitung, dem sozialen Dienst, der Pflegedienstleitung, Wohnbereichsleitung, den Pflegekräften, der Ergotherapie, den Zusätzlichen Betreuungskräften, dem Bereich Service und Küche sowie der Haustechnik und der Verwaltung.
Welche Menschen begleiten Sie und wobei genau? Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag jemandem erklären, der Ihre Arbeit gar nicht kennt?
Ich begleite als Medikamentenbeauftragte die medizinische Versorgung der Bewohner. Dabei nehme ich an Visiten teil und unterstütze die Organisation sowie Durchführung. Außerdem berate ich Bewohner und deren Angehörige bei Fragen zu Medikamenten. Zu meinen Aufgaben gehört auch das Management der Quartalsbestellungen sowie die Vorbereitung externer Arztbesuche. Ich organisiere bei Bedarf Krankenhauseinweisungen und sorge für einen reibungslosen Ablauf. Darüber hinaus bin ich für die Schulung neuer Mitarbeiter verantwortlich und überprüfe regelmäßig medizinische Produkte.
Welche kleinen Dinge machen Ihren Alltag leichter oder schöner (Rituale, Humor, Pausen, Räume, kleine Teamhighlights im Alltag, Fun Facts)?
Die Pausen mit meinen tollen Kollegen bei einem schönen fruchtigen Tee – zusammen mit Schnattern und viel Lachen!
Welche Aufgabe unterschätzen Außenstehende am meisten? Welche Situationen sind besonders herausfordernd und wie gehen Sie damit um? Welche Entscheidungen erfordern Fingerspitzengefühl?
Die Begleitung der Angehörigen, die ihre Lieben uns anvertrauen (müssen), das ist oft ein Prozess, der für sie sehr schwer ist. Das Loslassen und das Lernen uns ihr Vertrauen schenken zu können, braucht Zeit und Empathie. Ich versuche mich in sie hineinzuversetzen. Und ich scheue mich auch nicht davor, Bewohner und auch Angehörige in den Arm zu nehmen, wenn ich merke, dass es ihnen nicht gut geht.
Gibt es wiederkehrende Momente, die Sie jedes Mal berühren oder stolz machen? Was ist ein typisches „Erfolgssignal“ bei Ihnen, an dem Sie merken: Ich habe wirklich geholfen? Welche Begegnung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum?
Ich freue mich sehr über positive Feedbacks z.B. aus den Arztpraxen. Es tut gut, zu hören, das alles klappt und das gerne mit uns zusammengearbeitet wird. Denn davon profitieren am Ende vor allem unsere Bewohner.
Eine Angehörige sagte zu mir: „Schwester Erna, Sie sind für mich, wie ein Engel ohne Flügel“. Als ihre Schwester, unsere Bewohnerin, verstarb schrieb sie mir einen Brief mit lieben Dankesworten und schenkte mir einen Engelanhänger. Das berührt und zeigt, dass meine/unsere Arbeit richtig und wichtig ist.
Was mögen Kolleginnen/Kollegen bzw. die Bewohner an Ihnen?
Das kann man so aus eigener Sicht immer schlecht beurteilen. Ich hoffe, dass sie denken und wissen, dass ich immer versuche alle Dinge für alle passend zu lösen.
Die AWO Oberlausitz als Arbeitgeber: Was schätzen Sie konkret (z. B. Unterstützung, Fortbildung, Wertschätzung, Sicherheit)?
Die AWO Oberlausitz ist ein toller Arbeitgeber, weil sie ihren Mitarbeitenden attraktive Arbeitsbedingungen bietet. Dazu gehören 30 Tage Urlaub sowie zusätzlich zwei Regenerationstage, die für eine gute Work-Life-Balance sorgen. Außerdem bietet die AWO eine faire Bezahlung mit regelmäßigen Lohnsteigerungen und ist ein sicherer Arbeitgeber mit langfristigen Perspektiven. Eine betriebliche Altersvorsorge unterstützt zusätzlich die finanzielle Absicherung. Regelmäßige Weiterbildungen fördern die persönliche und berufliche Entwicklung. Teambuilding-Events stärken den Zusammenhalt und sorgen für ein gutes Miteinander im Team.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Arbeit/Ihres Berufes oder Ihres Angebots?
Für die Zukunft meiner Arbeit wünsche ich mir vor allem ein Umdenken in der Politik. Es braucht mehr Personal auf den Wohnbereichen, damit die Bewohner noch besser versorgt und individueller betreut werden können. Außerdem sollten ältere und kranke Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken und nicht an den Rand gedrängt werden. Pflege ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit, die mehr Anerkennung verdient.
Ich wünsche mir, dass der Pflegeberuf – wie in Österreich – als Schwerstarbeit eingestuft wird. Das wäre eine wichtige Form der Wertschätzung. Dort ist es dadurch außerdem möglich, bereits mit 60 Jahren in den Ruhestand zu gehen.
Drei Schlagwörter, die Ihre Arbeit/Ihren Arbeitsalltag beschreiben:
MEDIKAMENTEN-MANAGEMENT
MEDIZINISCHE VERSORGUNG
MEDIZINTECHNIK/MEDIZINPRODUKTE
Ihr Alltags-/Berufsmotto, was Sie eines haben oder wenn Sie eins hätten:
Pflege mit Herz und Verstand, so wie auch du später gepflegt werden möchtest.
Ohne gute Kollegen, ohne mich!
Zu welchem Fachbereich gehören Sie? Bei welcher Einrichtung der AWO Oberlausitz arbeiten Sie? Wer gehört zum Team?
Wir gehören zum Fachbereich Kinder, Jugend & Familie und arbeiten in einer sozialpädagogischen Tagesgruppe der AWO Oberlausitz. Unser Team besteht aus sechs pädagogischen Fachkräften unterschiedlicher Qualifikationen, wird durch drei ehrenamtliche Mitarbeitende unterstützt und erhält zusätzlich wertvolle Begleitung durch unseren Besuchshund Tika.
Welche Menschen begleiten Sie und wobei genau? Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag jemandem erklären, der Ihre Arbeit gar nicht kennt?
Die sozialpädagogische Tagesgruppe nach SGB VIII bietet bis zu 10 Jugendlichen (12–18 Jahre) nach der Schule eine feste Struktur mit verlässlichen Bezugspersonen, klaren Regeln und gezielter Förderung. Sie bekommen eine verlässliche Struktur, verlässliche Bezugsbetreuer und klare Regeln. Im Miteinander wird geübt, was im Stress oft verloren geht: wechselseitiger Respekt, Gefühle benennen, Konflikte fair lösen, Verantwortung übernehmen, dranbleiben. Gleichzeitig gibt es Hausaufgaben- und Lernbegleitung, gemeinsame Mahlzeiten, kreative und bewegungsreiche Angebote sowie Ausflüge, die Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen stärken.
Wir, als Fachkräfte, geben Orientierung, Halt und Schutz. Wir beobachten, planen pädagogische Ziele, arbeiten mit Schule und anderen Stellen zusammen und gestalten den Alltag so, dass er für jedes Kind tragfähig wird.
Auch die Elternarbeit ist wichtig: partnerschaftliche Zusammenarbeit statt Bewertung. In regelmäßigen Gesprächen wird an Lösungen gearbeitet, um Erziehungskompetenzen zu stärken und positive Entwicklungen nachhaltig in den Familienalltag zu übertragen.
Welche kleinen Dinge machen Ihren Alltag leichter oder schöner (Rituale, Humor, Pausen, Räume, kleine Teamhighlights im Alltag, Fun Facts)?
Mit Witzen, kleinen Alltagsgeschichten oder Karikaturen lassen wir unsere Kolleginnen und Kollegen an der eigenen Freude teilhaben. Wir laden uns ganz bewusst zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude ein. Bei Besprechungen gehört Kaffee- und Teetrinken dazu – manchmal könnte auch Schokolade im Spiel sein. Außerdem werden verrückte Ideen nicht gleich verworfen, sondern zugelassen, weitergesponnen und, wenn es passt, auch genutzt.
Wie organisiern Sie Zusammenarbeit im Alltag (Absprachen, Übergaben, Schnittstellen)? Was macht eure Teamkultur aus: Woran merkt man bei Ihnen, dass man zusammenhält?
Jeder Tag beginnt mit gemeinsamen organisatorischen und fallbezogenen Absprachen und endet mit einer kurzen Reflexion, damit Arbeit nicht mit nach Hause genommen wird. Für verlässliche Kommunikation nutzen wir ein Übergabebuch. Wir lassen uns durch die Gedanken leiten „professionell handeln – ohne verbissen zu sein“ und „Mensch bleiben“.
Welche Aufgabe unterschätzen Außenstehende am meisten? Welche Situationen sind besonders herausfordernd und wie gehen Sie als Team damit um?
Im Umgang mit Emotionen – unseren eigenen und denen anderer – behalten wir im Blick: Hier arbeiten Menschen mit Menschen. Wir leben die Idee des SAM und die Aggro8 und wissen dabei, dass wir Fehler machen können und auch dürfen. Dafür brauchen wir viel Fingerspitzengefühl. Täglich, bei Teenagern eher minütlich, setzen wir unser Verhalten ganz bewusst ein – mit klaren Ansagen, liebevoller Fürsorge und echtem Interesse, oft alles gleichzeitig. Auch wenn es nicht sofort wirkt, entsteht mit der Zeit eine tragfähige Beziehung und ein gemeinsames Miteinander.
SAM: Ein Konzept, welches dabei unterstützt, aggressives Verhalten zu verstehen, sinnvoll zu nutzen und bei Gewalt zu deeskalieren bzw. zu schützen..
Aggro8: Ein Erklärungsmodell des SAM-Konzepts in acht Stufen (vier positive und vier negative Aggressionen)
Gibt es wiederkehrende Momente, die Sie jedes Mal berühren oder stolz machen? Was ist ein typisches „Erfolgssignal“ bei Ihnen, an welchem Sie merken: Wir haben wirklich geholfen?
Einige unserer früheren Kinder, jetzt Erwachsene besuchen uns auch Jahre nach der Hilfe und schwelgen mit uns in Erinnerungen. Dabei erhalten wir oft sehr motivierende Anhaltspunkte für die langfristige (nicht faktisch messbare) Wirkung unserer Arbeit. Einige Erfolgsgeschichten können wir auch im Görlitzer Alltag indirekt verfolgen. Das ist immer wieder ein schöner Moment, vor allem für die direkten Bezugsbetreuer. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir auf ähnliche Art und Weise, Misserfolge und Tragödien aus der Distanz miterleben müssen. Hier wird uns immer wieder auch die Grenze unserer Möglichkeiten klar.
Was war ein Moment, der Ihnen gezeigt hat: „Dafür mache ich diesen Job“? Welche Begegnung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum? Was haben Sie durch Ihre Arbeit über Menschen gelernt? Gibt es ein Vorurteil über Ihren Beruf/Arbeitsbereich, welches Sie gern korrigieren würden?
Es gibt täglich und auch im größten Irrsinn immer wieder kleine Momente, die es wert sind, gesehen zu werden. Daran erinnern wir uns gegenseitig und sind dadurch in der Lage immer wieder neuen Optimismus zu spüren. Unsere positive Sicht auf die Welt kann dann ein Nährboden sein, auf dem die Möglichkeiten der Kinder und deren Familien wachsen können. Wir haben verstanden, dass alles Verhalten einen guten Grund hat – diesen zu sehen, zu verstehen und auch zu kritisieren, daran arbeiten wir immer wieder.
Unser Arbeitsfeld wird manchmal als zu optimistisch wahrgenommen. Dabei gehört es für uns durchaus dazu, auch schwierige Dinge klar anzusprechen… aber: Zum Optimismus gibt es keine vernünftige Alternative. (frei nach Karl Popper)
Was mögen Kolleginnen/Kollegen bzw. eure Klienten an Ihnen?
Wir teilen unsere Aufmerksamkeit und sind verlässlich da. Bei allen Herausforderungen darf bei uns gelacht werden, Blödsinn ist erlaubt. Dabei bleibt der Respekt voreinander im Mittelpunkt. Das alles sind Grundlagen unserer Einrichtung, die allen Menschen nützlich sind – egal ob Mitarbeiter, Klient oder Kooperationspartner.
Die AWO Oberlausitz als Arbeitgeber: Was schätzen Sie konkret (z. B. Unterstützung, Fortbildung, Wertschätzung, Sicherheit)?
Für uns ist die AWO Oberlausitz immer ein fairer und verlässlicher Arbeitgeber. Wir haben in allen Jahren immer das Gefühl haben dürfen, dass wir das „Sprungbrett“ so gestalten dürfen, wie wir es für sinnvoll erachten. Dabei stand immer die Wirkung für die Klienten im Mittelpunkt. Unsere wirtschaftliche Verantwortung haben wir dann darauf ausgerichtet. Diese Reihenfolge ist ein echtes Erfolgsrezept – das bekommen wir oft von verschiedenen Seiten gespiegelt.
Mit den regelmäßigen Mitarbeiterbriefen, dem Personaldialog mit Dirk Reinke, den Präsenten zu Weihnachten und vielem mehr, wird für uns die Wertschätzung durch die AWO erlebbar.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Arbeit/Ihres Berufes oder Ihres Angebots?
Wir benötigen dringend eine gemeinsame Wertebasis der Gesellschaft. Diese als Orientierung ist eine Voraussetzung für die Wirksamkeit unserer Arbeit. Wenn wir „unter unserer Käseglocke“ noch so gut arbeiten, verliert sich der Erfolg in einer Welt voller Widersprüche und fehlender Verantwortlichkeiten. (Jede Familie und auch jede Gesellschaft bekommt die Kinder, die sie verdient.)
Drei Schlagwörter, die Ihre Arbeit/Ihren Arbeitsalltag beschreiben:
FREUDE – HERAUSFORDERUNG – TEAMGEIST
Ein Satz, der bei Ihnen oft fällt:
Neuer Tag, neues Glück.
Selber denken macht schlau.