Was passiert eigentlich, wenn Kinder einfach „selbst tun“ dürfen? Genau hier beginnt die Pädagogik von Maria Montessori.
Unser Montessori-Kindergarten „Bergblick“ in Olbersdorf begleitet seine Kinder dabei, ihre Fähigkeiten selbst zu entfalten. Statt ihnen alles vorzugeben, wird hier eine Umgebung geschaffen und vorbereitet, in der sie eigenständig lernen, ausprobieren und wachsen können.
Die Kita feiert dieses Jahr ihr 35-jähriges Jubiläum und wir möchten Ihnen zeigen, was die Arbeit dieser Kita so besonders macht. Wir möchten zeigen, warum Montessori für uns mehr ist als ein Kita-Konzept: Es ist eine Haltung, die den Alltag der Kinder prägt und deren Eindrücke sie hoffentlich lebenslang begleiten. ❤️
👉 In den unten folgenden Beiträgen nehmen wir Sie die nächsten Wochen mit in den Kita-Alltag in Olbersdorf und zeigen ganz konkret, wie Kinder dort lernen, entdecken und über sich hinauswachsen.
„Hilf mir, es selbst zu tun.“ – dieser bekannte Leitsatz ist weit mehr als nur ein schöner Spruch. Er beschreibt eine Haltung, die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten sieht, die von Natur aus neugierig sind und die Welt entdecken wollen.
Unsere Kita „Bergblick“ in Olbersdorf begleitet seine Kinder dabei, ihre Fähigkeiten selbst zu entfalten. Statt ihnen alles vorzugeben, wird hier eine geordnete Umgebung geschaffen und vorbereitet, in der sie eigenständig lernen, ausprobieren und wachsen können.
✨ Die wichtigsten Grundideen dabei:
- Kinder lernen am besten durch eigenes Tun
- Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo
- Die Umgebung ist so gestaltet, dass sie Orientierung, Sicherheit und Übersicht gibt
- Erwachsene begleiten achtsam und laden ein zum nachahmen (statt anzuleiten)
Ordnung ist in der Montessori-Pädagogik kein Zufall, sondern eine zentrale Basis für selbstständiges Lernen und innere Ruhe. Eine vorbereitete, klare und ästhetische Umgebung gibt Kindern Sicherheit, Orientierung und fördert ihre Konzentration. Äußere Ordnung unterstützt dabei die innere Ordnung – so können Kinder fokussiert arbeiten und sich frei entfalten.
Warum ist Ordnung so wichtig?
Kinder – besonders im frühen Alter – befinden sich in einer Phase, die sensible Phase genannt wird. In dieser Zeit haben sie ein starkes inneres Bedürfnis nach Ordnung. Eine geordnete Umgebung hilft ihnen, die Welt zu verstehen und innere Sicherheit aufzubauen. Wenn Dinge immer ihren festen Platz haben, kann das Kind Zusammenhänge erkennen und Vertrauen entwickeln:
Die Welt ist verlässlich.
Was bedeutet Übersicht für das Lernen?
Eine übersichtliche Umgebung ermöglicht es dem Kind, selbstständig zu handeln. Materialien sind sichtbar, erreichbar und klar angeordnet. Das Kind muss nicht suchen oder fragen, sondern kann aus eigener Initiative wählen. Das stärkt Konzentration und Selbstständigkeit
Die Wirkung auf das Kind:
- Es fühlt sich sicher und orientiert
- Es kann sich besser konzentrieren
- Es wird unabhängiger
- Es entwickelt Verantwortungsgefühl (z. B. Dinge zurücklegen)
Stell dir vor, du betrittst einen Raum, in dem alles durcheinanderliegt – du wärst unsicher und vielleicht überfordert. Für Kinder ist das noch intensiver. Eine geordnete Umgebung dagegen „spricht“ mit dem Kind: Hier findest du dich zurecht. Hier kannst du selbst handeln.
Was passiert, wenn Kinder von Anfang an mitmachen dürfen statt nur zuzuschauen?
In Montessori-Alltag unserer Kita „Bergblick“ in Olbersdorf sind es oft die kleinen Rituale, die Großes bewirken. Schon unsere Jüngsten und Allerkleinsten holen sich selbstständig Tellerchen, Tassen und Besteck aus offenen Regalen – alles ist auf ihrer Höhe, alles ist erreichbar.
Sie schenken sich Getränke ein, portionieren ihr Essen, nehmen sich, was sie brauchen. Natürlich geht dabei auch mal etwas daneben – und genau das gehört dazu.
Denn so lernen Kinder ganz nebenbei:
👉 Mengen einzuschätzen
👉 vorsichtig zu sein
👉 Verantwortung zu übernehmen
Mit leuchtenden Augen und viel Konzentration beobachten sie die Größeren – und machen es nach. Dieses Lernen durch Nachahmung ist ein zentraler Bestandteil der Montessori-Pädagogik.
Die älteren Kinder gehen noch einen Schritt weiter:
Sie schöpfen Soße auf das Mittagessen, schneiden ihr Essen mit Messer und Gabel und räumen ihre Teller ab. Sie entsorgen Speisereste und waschen am Ende sogar ihr Geschirr selbst ab. Sie reinigen anschließend ihren Platz – jeden Tag, in ihrem eigenen Tempo, aber mit einer klaren Struktur.
💡 Was dabei entsteht?
Ein Gefühl von „Ich kann das selbst!“ – und ein wachsendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Diese alltäglichen Momente sind keine Nebensache. Sie sind der Kern dessen, was Montessori ausmacht: Kinder ernst nehmen und ihnen zutrauen, ihren Alltag aktiv mitzugestalten.
Unsere Kita „Bergblick“ aus Olbersdorf lebt dieses Prinzip jeden Tag.
Was passiert, wenn Kinder Verantwortung übernehmen dürfen – wirklich übernehmen?
Dann entsteht etwas Wunderschönes:
Kinder kümmern sich. Mit Hingabe. Mit Stolz. Mit ganz viel Herz.
In unserem Montessori-Alltag in unserer Kita „Bergblick“ in Olbersdorf gehört die Pflege der Umgebung ganz selbstverständlich dazu. Die Kinder erleben: Ich bin ein wichtiger Teil dieser Gemeinschaft.
So sieht das bei uns aus:
- Nach dem Essen wird der Boden gewischt – ganz konzentriert und sorgfältig
- Fenster und Glastüren werden mit Sprühflasche und Lappen geputzt
- Pflanzen werden gegossen und gepflegt
- Im Herbst wird gemeinsam Laub gerecht und gesammelt
Und manchmal entstehen dabei kleine, liebevolle Projekte:
Ein Kind entscheidet sich, den Raum zu verschönern – wählt Blumen aus, schneidet sie passend, füllt Wasser in Vasen und dekoriert die Kita.
Die Freude der anderen Kinder? Unbezahlbar.
Ganz nebenbei lernen die Kinder dabei:
👉 das Fördern von Motorik und das Stärken ihrer Selbstständigkeit
👉 Verantwortung zu übernehmen
👉 achtsam mit ihrer Umwelt umzugehen
👉 Ordnung zu schaffen und zu erhalten
👉 sich als wirksam zu erleben („Ich kann das!“)
Und genau das ist Montessori:
Kindern nicht nur Raum geben, sondern ihnen zutrauen, diesen Raum auch mitzugestalten.
Denn wenn Kinder ihre Umgebung wahrnehmen und mitgestalten dürfen, entsteht nicht nur Ordnung – sondern echte Verbundenheit.
Wann habt ihr das letzte Mal bewusst gesehen, gehört oder gefühlt, wie spannend die Welt ist?
Kinder tun das jeden Tag. Und genau das wird in der Montessori-Pädagogik gezielt aufgegriffen:
👉 Lernen passiert über die Sinne.
Schon die Kleinsten in der Krippe unserer Montessori-Kita „Bergblick“ in Olbersdorf erleben echte Sinnesabenteuer: Buntes Herbstlaub wird gesammelt, in ein Schwungtuch gelegt und gemeinsam in Bewegung gebracht. Die Farben tanzen im Licht, Blätter wirbeln durch die Luft, Stoff flattert – und überall hört man fröhliches Lachen.
Auch draußen im Garten wird bei den größeren Kids geforscht und ausprobiert: An der Wasserbahn gießen die Kinder Wasser in verschiedene Röhren, beobachten den Weg, verändern Neigungen und entdecken ganz spielerisch:
💧 Was fließt schneller?
💧 Was passiert, wenn ich etwas verändere?
Hier wird nicht (nur) erklärt – hier wird erst erlebt und verstanden.
Ein weiterer wichtiger Baustein: Kneipp 💦
Die Verbindung aus Montessori und Kneipp passt wunderbar zusammen – denn auch hier stehen Wahrnehmung und Körpererfahrung im Mittelpunkt. Ob draußen im Sommer oder auch in unserem neuen Kneippbecken im Haus. Das bewusste Erleben von Wasser stärkt Körper und Sinne.
Ein Ritual lieben unsere Kinder ganz besonders: Vor dem Mittagsschlaf gehen sie barfuß über kühle, feuchte Tücher, begleitet von ruhiger Musik. Danach schlüpfen sie in warme Wollsocken – und gleiten ganz entspannt in den Schlaf.
✨ Was Kinder dabei lernen?
- ihre Sinne bewusst wahrzunehmen
- Zusammenhänge zu erkennen
- zur Ruhe zu kommen und sich selbst und ihren Körper zu spüren
Montessori bedeutet auch:
Die Welt nicht (nur) zu erklären – sondern sie fühlbar zu machen.





























